Geigen klingen wunderschön, nicht nur in der klassischen Musik, sondern zum Beispiel in Rock und Metal. Hier erfahrt ihr, was es beim Kauf zu beachten gibt und wie ihr eure Geige optimal pflegt.
Welche Arten von Geigen gibt es?
Wie bei Gitarren gibt es Geigen in akustisch und elektrisch. In der klassischen Musik hört man fast ausschließlich traditionelle Akustik-Violinen. Die neuen E-Geigen sind in Rock, Pop, Metal und anderen modernen Musikstilen zu finden. Zum Lernen empfehlen wir akustische Geigen, denn sie brauchen weder Kabel noch Verstärker. Und wer mit einer traditionellen Violine gelernt hat, kann danach auch E-Geige spielen.
Es gibt spezielle Geigen für Linkshänder. Man legt sie an die rechte Schulter, und die Saiten sind andersherum angeordnet. Allerdings können Linkshänder genauso auf einer gewöhnlichen Violine spielen.
Welche Geigengröße brauche ich?
Geigengrößen werden in seltsamen Einheiten angegeben: in Vierteln. Es gibt Viertelgeigen, halbe Geigen, Dreiviertel- und ganze Geigen. Manche Hersteller bieten dazwischen noch Achtel an. Wer braucht welche? Ab etwa 1,50 m Körpergröße könnt ihr eine ganze Geige spielen.
Für Kinder probiert man die Größe entweder im Musikgeschäft aus oder misst den linken Arm von der Schulter bis zur Mitte der Handfläche. Die Größen gehen wie folgt:
- Armlänge ab 60 cm: 4/4
- 55-59 cm: 3/4
- 50-54 cm: 1/2
- 44-49 cm: 1/4
Welche Geige ist für Anfänger geeignet?
Für Einsteiger empfiehlt sich ein Instrument in der unteren Preisklasse zwischen 100 und 500 EUR. Hier gibt es bereits Violinen mit schönem Klang. So kannst du ausprobieren, ob du Spaß am Geigenspiel hast. Später kannst du dann ein hochwertiges Instrument kaufen, das ein Leben lang hält.
Wie ist eine Geige aufgebaut?

Korpus, Hals und Schnecke
Die Geige besteht aus Körper (Korpus), Hals und – nun, man sagt nicht Kopf, sondern Schnecke (die Zierde ganz am Ende) und Wirbelkasten. Hier ist je ein Ende der vier Saiten auf eine hölzerne Schraube gedreht: den Wirbel.
Wirbelkasten, Sattel und Griffbrett
Vom Wirbelkasten laufen die Saiten über den Sattel, am schwarzen Griffbrett entlang, über einen hölzernen Steg und zum Saitenhalter, wo bei den meisten Instrumenten vier kleine Schrauben sitzen: die Feinstimmer. Am breiten Ende der Geige befindet sich der Kinnhalter, auf den man zum Spielen das Kinn legt.
Zargen und f-Löcher
Der Geigenkörper hat einen Boden und eine Decke mit zwei geschwungenen Öffnungen, genannt f-Löcher. Die Seitenwände heißen Zargen. Wenn Sie durch die f-Löcher in eine Violine hineinschauen, sehen Sie im Inneren des Instruments auf einem Klebezettel den Namen des Herstellers, Modell und Baujahr.
Wie ist eine Geige aufgebaut?
Die Geige besteht aus Körper (Korpus), Hals und – nun, man sagt nicht Kopf sondern Schnecke (die Zierde ganz am Ende) und Wirbelkasten. Hier ist je ein Ende der vier Saiten auf eine hölzerne Schraube gedreht: den Wirbel. Vom Wirbelkasten laufen die Saiten über den Sattel, am schwarzen Griffbrett entlang, über einen hölzernen Steg und zum Saitenhalter, wo bei den meisten Instrumenten vier kleine Schrauben sitzen: die Feinstimmer. Am breiten Ende der Geige befindet sich der Kinnhalter, auf den man zum Spielen das Kinn legt.
Der Geigenkörper hat einen Boden und eine Decke mit zwei geschwungenen Öffnungen, genannt f-Löcher. Die Seitenwände heißen Zargen. Wenn Sie durch die f-Löcher in eine Violine hineinschauen, sehen Sie im Inneren des Instruments auf einem Klebezettel den Namen des Herstellers, Modell und Baujahr.
Der Geigenbogen besteht aus einer hölzernen Stange und Pferdehaaren. Das eine Ende heißt einfach „Spitze“. Am anderen Ende sind die Haare an einem Plastikteil namens Frosch befestigt. (Bei teuren Bogen ist der Frosch aus Ebenholz.) Mit einer Metallschraube lässt sich der Frosch verschieben. So spannt und entspannt man die Haare. Ein Teil der Stange ist mit Leder oder Kunstleder umwickelt, damit man sie bequem halten kann.
Qualitätsmerkmale: Wie erkenne ich eine gute Geige?
Bei einer guten Violine ist der Steg so gewölbt, dass man jede Saite einzeln spielen kann und keine andere ungewollt mitklingt. Die Saiten sind vom Griffbrett so weit entfernt, dass sie es bei lauten Tönen nicht berühren, aber nicht so weit, dass man sie nicht mehr bequem hinunterdrücken könnte.
Wenn du eine gebrauchte Geige kaufst, nimm dir Zeit und schau dir das Instrument von allen Seiten an: Ist das Holz irgendwo gesplittert oder gesprungen? Sitzen die Wirbel richtig? Sie dürfen sich nicht von selbst lockern, aber müssen mit etwas Kraft zu drehen sein. Ist die Violine von außen in gutem Zustand, dann spiele ein paar Tonleitern: Gefällt dir der Klang? Das Alter der Geige siehst du auf dem Einklebezettel im Inneren. Die Faustregel lautet: Billige Geigen werden mit dem Alter schlecht, aber die Instrumente aus namhaften Werkstätten behalten ihre Qualität.
„Je länger eine gute Geige gespielt wird, desto schöner ist ihr Ton.“
– Deutsches Sprichwort
Grundausrüstung: Das wichtigste Zubehör
Geige und Bogen alleine reichen noch nicht: Mindestens Kolophonium brauchst du dazu. Ein Geigenkoffer, ein Stimmgerät und eine Schulterstütze empfehlen sich auch. Anfängergeigen werden oft mit Bogen, Koffer und Kolophonium im Set verkauft.
Geigenbogen
Geigenbogen gibt es in verschiedenen Längen, passend zu den Geigengrößen. Für die Stange werden verschiedene Holzsorten benutzt. Bespannt ist der Bogen immer mit Pferdehaar, das man vor dem Spielen strafft und mit Kolophonium bestreicht. Nach dem Spielen lockert man die Schraube und bewahrt den Bogen mit entspannten Haaren auf.
Kolophonium
Hinter diesem klangvollen Namen steckt eine Mischung aus Baumharz und anderen Zutaten. Kolophonium wird in Form von kleinen Klötzchen verkauft. Vor dem Spielen streicht man den Geigenbogen ein, zweimal über das Klötzchen, damit etwas Kolophonium an den Haaren haften bleibt. So greift der Bogen gut und rutscht nicht etwa seitlich weg.
Schulterstütze
Die Schulterstütze wird an die Unterseite der Violine geklemmt, gegenüber vom Kinnhalter. So kann der Spieler das Instrument bequem zwischen Kinn und Schulter festhalten. (Die linke Hand hält die Geige nicht, auch wenn es so aussieht.) Man kann ohne Schulterstütze spielen, aber es ist weniger bequem.
Geigenkoffer
In einem guten Instrumentenkoffer oder Etui ist die Geige sicher befestigt. Auch Bogen und Schulterstütze finden hier Platz. In ein kleines Klappfach im Inneren passt das Kolophonium. Viele Geigenkoffer haben außerdem ein größeres Fach für Stimmgerät und Ersatz-Saiten.
Stimmgerät
Dieses Wunderding zeigt an, ob eine Saite zu hoch, zu tief oder genau richtig klingt. Seitdem das Stimmgerät erfunden ist, können schon Anfänger ihre Geige selber stimmen. Sogar Profis sieht man heute oft nach Gerät stimmen statt nach Gehör, weil es bequem und zuverlässig ist.
Notenpult
Violine spielt man stehend oder sitzend. Entsprechend praktisch ist ein höhenverstellbares Notenpult. Es gibt leichte, zusammenklappbare Modelle. Die lassen sich überallhin mitnehmen. Der Nachteil ist, dass Klapp-Notenständer mit den Jahren klapprig und wackelig werden. Feste Notenpulte passen schlechter ins Auto, aber bleiben zu Hause stabil.
Ersatz-Saiten: Wann brauche ich welche?
Murphys Gesetz besagt: Wenn du keinen Ersatz dabei hast, wird dir mitten im Konzert eine Saite reißen. Wenn du einen vollständigen Satz im Koffer hast, wird nie wieder eine reißen. Tatsächlich sind Geigensaiten wie Glühbirnen: Sie halten jahrelang, aber nicht ewig. Wann eine kaputtgeht und gewechselt werden muss, lässt sich leider nicht vorhersagen. Erfahrene Geiger haben deshalb vier Ersatz-Saiten in der Instrumententasche. Schon für Anfänger lohnt es sich, im Voraus einen Satz zu kaufen. Unbenutzte Geigensaiten haben kein Verfallsdatum. Man kann sie unbegrenzt aufbewahren, bis eine gebraucht wird.
Unsere Lieblingsgeigen für Anfänger und Fortgeschrittene
Diese Marken und Modelle überzeugen uns und unsere Kunden.
Anfängergeigen: Zwei Empfehlungen für Einsteiger
Stentor SR1500 Violine Student II 4/4
Diese Einsteiger-Geige klingt überraschend schön für ihre Preisklasse. Sie hält viel Gebrauch aus. Im Set mit inbegriffen sind ein passender Geigenkoffer, Bogen und Kolophonium. Unsere Kunden sagen: Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für eine Anfängergeige.
Stentor SR1550 Conservatoire 4/4
Etwas teurer als die SR1500, aber immer noch in der unteren Preisklasse. Die SR1550 kann sich in Amateur-Orchestern bereits sehen und hören lassen.
Gute Geigen für Fortgeschrittene: 2 Empfehlungen
Karl Höfner Allegro 4/4 Violin Outfit
Diese Geige mit Zubehör empfehlen wir anspruchsvollen Einsteigern oder Fortgeschrittenen, die noch keine vierstellige Summe ausgeben wollen. Unter tausend Euro hat sie den schönsten Klang, wie unsere Kunden sagen.
Scala Vilagio Scuola Italiana Violin S1 4/4
Wir begeben uns in die mittlere Preisklasse. Für Geigen heißt das: vierstellig. Hier mögen unsere Kunden das Modell Scuola Italiana der Marke Scala Vilagio, beliebt für seinen kräftigen, warmen Ton.
Die wichtigsten Hersteller & Marken für Geigen
Die bekanntesten Geigenbauer auf einen Blick. Die meisten bauen nicht nur Violinen, sondern auch Bratsche, Cello und Kontrabass.
Geigen für Einsteiger und Fortgeschrittene
Gewa
Alle Gewa-Instrumente werden in Deutschland gefertigt. Die Linie Student ist für Anfänger gedacht, die Geigen der Linie Maestro gehören bereits zu den Konzert-Violinen. Gewa fertigt auch Einzelstücke: Meistergeigen für anspruchsvolle Profis.
Stentor
Streichinstrumente von Stentor sind beliebt bei Anfängern, die wenig Geld ausgeben wollen. Das Sortiment reicht von Kindergeigen in kleinen Größen bis zu ganzen Geigen, alle robust und mit schönem Klang. Geigensets von Stentor gehören in vielen Ländern zu den meistverkauften Streichinstrumenten für Anfänger.
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- Gewa: Alle Gewa-Instrumente werden in Deutschland gefertigt. Die Linie Student ist für Anfänger gedacht, die Geigen der Linie Maestro gehören bereits zu den Konzert-Violinen. Gewa fertigt auch Einzelstücke: Meistergeigen für anspruchsvolle Profis.
- Stentor: Streichinstrumente von Stentor sind beliebt bei Anfängern, die wenig Geld ausgeben wollen. Das Sortiment reicht von Kindergeigen in kleinen Größen bis zu ganzen Geigen, alle robust und mit schönem Klang. Geigensets von Stentor gehören in vielen Ländern zu den meistverkauften Streichinstrumenten für Anfänger.
- Thomann Geigen: Hinter der Hausmarke Thomann stecken Instrumente aus namhaften Werkstätten. Selbst bei den günstigen Anfänger-Modellen legen die Einkäufer Wert auf Qualität: gute Materialien, sorgfältige Verarbeitung und angenehmen Klang. Du bekommst Thomann-Geigen in klassischer Holzfarbe, aber auch in gewagter Optik.
Karl Höfner
Das Familienunternehmen Karl Höfner baut Streichinstrumente und Gitarren in Handarbeit. Die Schülerinstrumente werden in Peking gefertigt, aber von Instrumentenbauern mit Ausbildung in Deutschland. Die Konzertviolinen der mittleren und oberen Preisklasse fertigt Höfner in Hagenau.
Franz Sandner
Das Traditionsunternehmen Franz Sandner fertigt ein breites Sortiment an Violinen: von Anfängergeigen ab Größe 1/16 bis hin zu hochwertigen Konzertviolinen. Schon bei den Anfängermodellen haben Sandner-Geigen einen Kinnhalter aus Ebenholz. Auch der Bogen ist grundsätzlich aus hochwertigen Hölzern gefertigt.
Profi-Geigen
- Scala Vilagio: Scala Vilagio ist eine Hausmarke von Thomann. Alle Instrumente werden von namhaften europäischen Herstellern gefertigt. Scala Vilagio Geigen überzeugen anspruchsvolle Kunden und gehören seit Jahren zu den meistverkauften Instrumenten in der oberen Preisklasse.
- Klaus Heffler: Die handgefertigten Streichinstrumente von Klaus Heffler bekommen einen Namen, ein Zertifikat und ein Wertgutachten. Es sind Einzelstücke aus sorgfältig ausgesuchtem, lange gelagertem Holz. Geigen von Klaus Heffler sind bekannt für leichte Spielbarkeit und einen warmen, kräftigen Klang.
- Ernst Heinrich Roth: Die Werkstatt von Ernst Heinrich Roth ist weit über Deutschland hinaus berühmt. Ihr Gründer versuchte, den Instrumenten der italienischen Meister Stradivari und Guarneri möglichst nahezukommen. Das Ergebnis: Geigen aus Bubenreuth erklingen heute in den größten Konzertsälen. Diese Instrumente kosten ihren Preis, aber alle Besitzer einer E. H. Roth-Violine sind sich einig: Sie sind ihren Preis wert.
Tipps zur Reinigung und Pflege einer Geige
Geigen sind pflegeleicht: Für den Anfang reicht ein Mikrofaserlappen oder ein Brillenputztuch. Damit wischt man nach dem Spielen kurz die Saiten ab. Ist Kolophonium-Staub zu sehen an Geigenkörper oder Griffbrett, wischt man ihn genauso weg. Dazu kein Wasser oder Putzmittel verwenden, sondern nur das trockene Tuch. Den Kinnhalter können Sie feucht abwischen, falls er mit der Zeit fettig wird.
Profis, die viele Stunden am Tag spielen, reinigen die Saiten ihrer Violine einmal im Monat mit Alkohol. Dazu könnt ihr auch Parfum verwenden: Einen kleinen Spritzer auf ein sauberes Tuch.
Für den hölzernen Geigenkörper gibt es Instrumentenöl, das ein- zweimal im Jahr mit einem weichen Tuch aufgetragen wird. Für Profi-Geigen lohnt es sich, Anfängergeigen brauchen es nicht unbedingt.
Der Geigenbogen braucht keine Pflege, solange man die Haare nicht anfasst. Sind sie fettig geworden, oder hat sich nach Jahren zu viel altes Kolophonium angesammelt, kannst du die Haare vorsichtig mit Wasser und etwas Shampoo auswaschen. Dreh dazu die Schraube ganz auf und löse den Frosch von der Stange. So kannst du die Rosshaare waschen, ohne dass das Holz nass wird. Spüle mit klarem Wasser nach, bis kein Schaum mehr zu sehen ist. Spanne den Bogen danach leicht und lass die Haare an der Luft trocknen.
Häufige Fragen
Sind Geige und Violine das gleiche?
Ja, Geige und Violine sind ein und dasselbe. Es gibt keinen Unterschied.
Für wen eignet sich eine Geige?
Für jeden, der gerne mit anderen gemeinsam Musik macht: im Orchester, im Streichquartett, mit Klavierbegleitung, usw. Schon Anfänger können hier mitspielen. Als Soloinstrument klingt die Geige erst nach jahrelanger Übung gut. Dann allerdings klingt sie wunderschön.
Wie spielt man Geige?
Der Bogen streicht über die Saiten und erzeugt den unverwechselbaren Klang der Violine. Um die Tonhöhe zu steuern, drücken die Finger der linken Hand die Saiten gegen das Griffbrett.
Welche Alternativen gibt es zu einer Geige?
Die Bratsche (Viola) wird genauso gespielt wie die Violine. Sie ist nur etwas größer und klingt etwas tiefer. Geiger können leicht zur Bratsche wechseln und umgekehrt.
Wie stimme ich eine Geige?
Mit Wirbeln und Feinstimmern spannt man die Saiten oder lockert sie, bis sie genau die Töne G-D-A-E ergeben. Profis können das mit einer Stimmgabel oder ganz nach Gehör. Für alle Anderen gibt es heute das Stimmgerät.
Wie schwer ist Geige spielen?
Ein Geiger braucht nur an einen Ton auf einmal zu denken. In dieser Hinsicht ist die Violine leichter zu lernen als mehrstimmige Instrumente wie Klavier oder klassische Gitarre.
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